Aut-idem-Regel bleibt unverändert


Bewährter Arzneimittelaustausch
Aut-idem-Regel bleibt unverändert

Die Bundesregierung lehnt es ab, die Aut-idem Regelung für einzelne Patientengruppen aufzuheben. Das berichtet die Hessische Landesapothekerkammer.

Verschreibt der Arzt einem Patient ein Medikament, so schreibt er auf das Rezept den Namen des verordneten Medikaments oder Wirkstoffs. Auf jedem Kassenrezept befindet sich das Aut-idem-Kästchen. Lässt der Arzt dieses Kästchen frei, ist der Apotheker dazu verpflichtet, statt des vom Arzt verschriebenen Arzneimittels ein wirkstoffgleiches Mittel an den Patienten auszugeben, für das dessen Krankenkasse einen Rabattvertrag mit dem Arzneimittelhersteller hat. Diese sogenannten Generika – billigere Nachahmerpräparate mit dem gleichen Wirkstoff wie das Original – kommen auf den Markt, wenn das Patent für das Originalpräparat erloschen ist. Streicht der Arzt das Aut-idem-Kästchen dagegen durch, darf das Originalpräparat nicht ausgetauscht werden.

Austauschbarkeit zwischen den einzelnen Generika wird nicht ausreichend geprüft

Friedrich-Wilhelm Mehrhoff, Geschäftsführer der Deutschen Parkinson-Vereinigung, hatte gefordert, dass Parkinsonpatienten von dieser Regelung ausgenommen werden. Seine Begründung: Die Betroffenen litten unter anderem unter Problemen der Magen-Darm-Motorik. Dies führe dazu, dass Generika für Menschen mit Parkinson nicht verkraftbar seien. Denn Generika enthalten zwar den gleichen Wirkstoff wie das Originalpräparat, doch die verschiedenen Generika dürfen untereinander bis zu 30 Prozent abweichen. Wenn ein zugelassenes Generikum gegen ein anderes ausgetauscht wird, können dadurch erhebliche Schwankungen im Wirkungseintritt und in der Wirkungsdauer eintreten.

BMG sieht keinen Anlass für Neuregelung

Nach Ansicht von Annette Widmann-Mauz (CDU), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium (BMG), hat sich die seit 13 Jahren geltende Aut-idem-Regelung jedoch bewährt. „Wir sehen keinen Änderungsbedarf“, machte Widmann-Mauz deutlich. Sie verwies darauf, dass die Verträglichkeit von Medikamenten durch den Gemeinsamen Bundesausschuss – bestehend aus Vertretern von Ärzten und Krankenkassen – gewissenhaft geprüft werde. Das BMG, so die Politikerin weiter, mische sich nicht in derartige Fragen der Bewertung ein. „Wir führen die Rechtsaufsicht und prüfen, ob alles formal korrekt zu geht, haben aber keine Fachaufsicht“, stellte sie klar. Mit diesem Vorgehen sei man bislang immer gut gefahren, fügte Widmann-Mauz hinzu. Außerdem verwies sie auf die Möglichkeit der Ärzte, im konkreten Fall Verschreibungen von der Aut-idem Regelung zu befreien. Dem Einwand Mehrhoffs, Ärzte müssten in solchen Fällen Regressanforderungen fürchten, hielt sie entgegen, dass einer solchen Forderung seitens der Krankenkassen immer ein „Beratungsgespräch“ mit dem Arzt vorausgehen müsse, bei dem auf die konkrete individuelle Situation des Patienten eingegangen werden könne.

News

Vitamin-A-Mangel vorbeugen
Mutter und Kind mit frisch geernteter Karotte. Bei aller Begeisterung für Veganismus dürfen gerade bei Kindern die Vitamine nicht vergessen werden.

Für Schwangere und Veganer*innen

Wer regelmäßig Milchprodukte, Eier und Fleisch isst, braucht sich um seinen Vitamin-A-Haushalt keine Gedanken zu machen. Doch wie sieht das bei veganer Ernährung aus? Und was müssen Schwangere beachten?   mehr

Blut spenden hilft allen

Frau sitzt in einem Sessel und spendet Blut.

Mangelware Blut

Ob bei einer Operation, bei Geburtskomplikationen oder einem schweren Unfall -Bluttransfusionen können Leben retten. Damit genügend davon zur Verfügung steht, müssen Gesunde Blut spenden. Doch wer ist dafür geeignet, und was muss man darüber wissen?   mehr

Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang
Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang

Die Mitte macht´s

Viel hilft viel? Das gilt offenbar nicht beim Thema Schlaf. Denn nicht nur zu wenig Schlaf scheint Menschen schneller altern zu lassen. Das gleiche gilt wohl auch für zu viel Schlaf.   mehr

Hitze bedroht Gehirn und Nerven
Hitze bedroht Gehirn und Nerven

Von Schlaganfall bis Delir

Sommerliche Wärme wird von vielen Menschen als angenehm empfunden. Doch anhaltende Hitze und tropische Nächte können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – insbesondere für das Gehirn.   mehr

Wie viel Schreien ist normal?
Wie viel Schreien ist normal?

Quälende Säuglingskoliken

Viele Eltern kennen die Situation: Das Baby ist satt, frisch gewickelt und gesund – und schreit trotzdem über Stunden. Gerade in den ersten Lebensmonaten können sogenannte Säuglingskoliken Familien an ihre Belastungsgrenzen bringen. Was ist normal und wann muss das Schreien abgeklärt werden?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Juli

Sicher feiern mit Diabetes

Sicher feiern mit Diabetes

Ob Badesee oder Festival

Grillpartys, Musikfestivals oder entspannte Nachmittage am Badesee gehören für viele Menschen zu den ... Zum Ratgeber
Bahnhof Apotheke Friedrichshain
Inhaberin Johanna Götte
Telefon 030/2 93 63 66
Fax 030/29 36 36 88
E-Mail bahnapo@gmx.de