Schlafmangel erhöht Blutdruck


Selbsthilfe bei Schlafproblemen
Schlafmangel erhöht Blutdruck

Viele Erwachsene bekommen zu wenig Schlaf. Die Folgen sind nicht nur Erschöpfung und Müdigkeit am Tag darauf – auch der Blutdruck steigt an. Was gegen Schlafprobleme hilft.

„Menschen, die regelmäßig weniger als sechs Stunden schlafen, haben ein Risiko für 60 Prozent, einen erhöhten Blutdruck zu entwickeln. Kommen gleichzeitig noch Einschlaf- oder Durchschlafstörungen hinzu, steigt das Risiko für eine Hochdruckerkrankung um das Vierfache“, erläutert Prof. Dr. Bernd Sanner, Ärztlicher Direktor am Agaplesion Bethesda Krankenhaus in Wuppertal und Vorstandsmitglied der deutschen Hochdruckliga (DHL).

Schlafmangel setzt Stresshormone frei

Die Gründe liegen laut Professor Sanner in einer vermehrten Aktivität des sympathischen Nervensystems: Schlafmangel stresst, sodass die Nebennieren vermehrt Stresshormone freisetzen. Zusätzlich erhöht der Schlafmangel die Entzündungsaktivität im Körper: „Dies führt dann zu einer Störung des Blutzuckerstoffwechsels und zur beschleunigten Gefäßverkalkung.“ Die Auswirkungen von Schlafstörungen oder Schlafmangel auf den Blutdruck können Kardiologen heute in der 24-Stunden-Blutdruckmessung beobachten. Bei gesunden Menschen kommt es in der Nacht zu einem Abfall des Blutdrucks um etwa zehn bis 20 Prozent. Bei Menschen, die zu wenig oder schlecht schlafen, ist dieses sogenannte „Dipping“ abgeschwächt oder aufgehoben.

Tipps für bessere Schlafhygiene

Schlafmittel können das Problem nach Einschätzung von Professor Sanner nicht langfristig lösen: „Die Patienten müssen zusammen mit ihren Ärzten nach den zugrunde liegenden Ursachen suchen.“ Häufig hilft nach seiner Erfahrung eine verbesserte Schlafhygiene. Dazu zählen:

  • Regelmäßige Schlafzeiten einhalten
  • Die Temperatur im Schlafzimmer angenehm einstellen, ideal sind etwa 18 °C
  • Für bequeme Matratze und Bettwäsche sorgen
  • Den Tag aktiv verbringen, am Abend ruhen
  • Alkohol- und Koffeinkonsum in den Abendstunden vermeiden
  • Früh zu Abend essen, bekömmliche Kost vorziehen
  • Entspannen, zum Beispiel durch Autogenes Training oder Yoga
  • Konflikte lösen, die einen seelisch belasten
  • Abendliche Rituale einführen

Quelle: Deutsche Hochdruckliga

News

Hautreizung unter Windeln vermeiden
Blick auf die Windel eines Babys. Ob Baby oder Erwachsener, Hautpflege beugt Reizungen vor.

Ob Baby oder alter Mensch

Windeln halten Jung und Alt trocken, doch darunter kommt es durch den Kontakt mit Urin und Stuhl leicht zu Hautirritationen. Wie lässt sich vorbeugen?   mehr

Verhütung in der Perimenopause
Verhütung in der Perimenopause

Passt die Methode noch?

Nähert sich eine Frau den Wechseljahren, nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ab. Muss dann noch verhütet werden und wenn ja, mit welcher Methode?   mehr

Impfungen im Herbst
Impfungen im Herbst

Hochsaison für Infektionen

In der kalten Jahreszeit nehmen Atemwegsinfekte wieder zu. Für viele Menschen sind jetzt Impfungen empfohlen. Was hat sich geändert und wo gibt es gute Informationen?    mehr

Kühlkappe schützt die Haare
Kühlkappe schützt die Haare

Haarausfall bei Chemotherapie

Haarausfall ist eine belastende Nebenwirkung einer Chemotherapie. Durch eine Kühlung der Kopfhaut lässt sich der Haarausfall verringern – doch nicht alle profitieren.   mehr

Mit Creme gegen Jucken und Schmerz

Jemand kratzt sich mit der einen Hand das stark juckende chronische Handekzem der anderen Hand auf.

Chronisches Handekzem

Mit starkem Juckreiz und Schmerzen ist ein chronisches Handekzem sehr belastend für die Betroffenen. Eine 2024 zugelassene Creme lindert die Beschwerden innerhalb weniger Tage.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im November

Dem Lipödem Einhalt gebieten

Dem Lipödem Einhalt gebieten

Von Kompression bis Liposuktion

Lipödeme sind nicht einfach eine Form von Übergewicht, sondern eine eigenständige Erkrankung. Neben ... Zum Ratgeber
Bahnhof Apotheke Friedrichshain
Inhaberin Johanna Götte
Telefon 030/2 93 63 66
Fax 030/29 36 36 88
E-Mail bahnapo@gmx.de