Mit Antikörpern gegen Alzheimer


Bald in Deutschland verfügbar?
Mit Antikörpern gegen Alzheimer
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Die Diagnose Alzheimer ist für Betroffene und Angehörige ein schwerer Schlag. Denn bisher gibt es kaum wirksame Therapien gegen die schwere Erkrankung. Ein neuer Antikörper könnte dies ändern.

Tödliche Erkrankung

Ungefähr 1 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter der Alzheimer-Krankheit. Anfänglich wirken die Betroffenen nur etwas vergesslich oder verwirrt. Doch mit dem Fortschreiten der Erkrankung verlieren Betroffene schließlich ihr Gedächtnis und die Fähigkeit, ihren Alltag zu bewältigen. Außerdem können sie sich nur schwer konzentrieren oder in ihrem Umfeld orientieren. Im Endstadium der Erkrankung sind die Betroffenen meist vollständig pflegebedürftig und bettlägerig.

Ablagerungen im Gehirn

Die Ursache der Alzheimer-Krankheit ist noch nicht endgültig geklärt. Sicher ist, dass im Verlauf der Erkrankung immer mehr Nervenzellen im Gehirn absterben. Viele Wissenschaftler*innen gehen davon aus, dass Eiweißablagerungen im Gehirn dabei eine Rolle spielen. Deshalb haben Pharmafirmen den Antikörper Lecanemab entwickelt, der beim Abbau dieser Eiweißablagerungen hilft. Dadurch wird das Absterben der Nervenzellen verhindert und – so die Hoffnung – auch das Fortschreiten der Erkrankung.

Vielversprechende Ergebnisse

Doch ist die Wirkung des Antikörpers für die Betroffenen spürbar? Um das zu prüfen, führten Wissenschaftler*innen eine Studie mit fast 2000 Patient*innen über 18 Monate durch. Den Verlauf der Erkrankung verfolgten sie durch Befragung der Patient*innen und ihrer Angehörigen zu Themen wie Gedächtnis, Körperpflege und Problemlösung.

Die Ergebnisse sind vielversprechend: Der Antikörper hat das Fortschreiten der Erkrankung wirklich verlangsamt. Wie groß der Effekt der Antikörper ist, lässt sich noch nicht endgültig sagen. In der Studie war er eher klein. Für eine endgültige Aussage sind jedoch weitere Studien notwendig. Die USA hat trotzdem entschieden, den Antikörper bereits zur Behandlung der Alzheimer Krankheit zuzulassen. Ob der Antikörper auch für Patient*innen in Europa erhältlich sein wird, bleibt abzuwarten. Aktuell prüft die Europäische Arzneimittelagentur die Zulassung.

Quellen: Gesundheitsinformation, Ärzteblatt

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