Typisch männlich: Parodontitis


Krankes Zahnfleisch ist Männersache
Typisch männlich: Parodontitis

Männer haben ein höheres Risiko an Parodontitis zu erkranken als Frauen. Ursache sind die männlichen Sexualhormone, die sich auf die körpereigene Abwehr auswirken und Entzündungen begünstigen. Dies berichten Forscher der Universität von Maryland, USA.

Entzündungen kommen schleichend

Frauen haben bessere Abwehrkräfte, weil sie mit mehr Antikörpern gewappnet sind. „Wir beobachten in unserer Praxis, dass Männer häufiger und schwerer an einer Zahnfleischentzündung – der so genannten Parodontitis – leiden als Frauen“, berichtet Zahnarzt Uwe Hildebrand. Daher sollte das männliche Geschlecht auch regelmäßig zur Kontrolluntersuchung kommen. Hier können wir die Tiefe der Zahntasche messen und bereits erste Anzeichen einer Parodontitis erkennen und behandeln.“

Frauen sind aufgrund ihrer besseren Abwehrkräfte resistenter gegen Keime aller Art, wie die Parodontitis verursachenden Bakterien. Diese nisten sich im Zahnfleischbett oder Kieferknochen ein und fördern Entzündungen. „Damit beginnt ein schleichender, häufig zunächst schmerzloser und daher oft unbemerkter Prozess. Er zieht in der Regel Zahnfleisch- und Kieferschwund nach sich und kann so für den Verlust einzelner oder sogar mehrerer Zähne sorgen“, erklärt Hildebrand.

Parodontitis gezielt behandeln

Parodontitis ist stets ernst zu nehmen. Neu ist neben der klassisch medikamentösen Behandlung die Photo-aktivierte Therapie (PACT). Diese Methode bekämpft Bakterien, Pilze und Viren in nur 30 bis 60 Sekunden. „Dazu tragen wir zunächst eine Farbstofflösung auf die betroffenen Stellen auf. Sie wird von den Keimen aufgenommen und im Anschluss mit einer speziellen Lichtquelle bestrahlt“, beschreibt der Zahnarzt das Verfahren.

Die Bestrahlung löst eine chemische Reaktion aus. Dadurch setzt sich aktiver Sauerstoff frei, der die Bakterien abtötet. PACT ist schmerzfrei, schnell und sicher. Diese Behandlung schont das umliegende Gewebe und ist nebenwirkungsfrei.

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